Einleitung / Kurze Beschreibung

Ohne das Ende oder die Höhepunkte zu benennen

Der Film startet mit der Suche nach der „Rose“ in unterirdischen Tunneln im Iran, die von der Hauptdarstellerin Scarlett Marlowe, einer Archäologin auch gefunden wird. Anschließend stellt sie ein Team zusammen, um ihren Traum, den „Stein der Weisen“ (der angeblich von Nicolas Flamel entdeckt wurde, und diesem Unsterblichkeit verlieh) zu finden zu verwirklichen. Diesen hat bereits ihr Vater gesucht, und neusten Erkenntnissen nach, befindet er sich irgendwo, so etwa 700 Meter, unterhalb von Paris.
Diese Vorgeschichte ist aber nur marginaler Bedeutung, und soll die Kritiken wohl dazu verleiten, eine sehr künstliche Verbindung zu dem berühmtesten Archäologen der Filmgeschichte, Indianer Jones, herzustellen.

Der Film bezieht seine Wirkung insbesondere aus der klaustrophobischen Enge in den Katakomben (niedrige Decken, enge Passagen und hüfthohes Wasser), und von der (bereits im Filmplakat, das den Eifelturm auf dem Kopf stehend darstellt), inversen Beziehung der Ereignisse und Handlungen in der „Unterwelt“ zur Realität der „Oberwelt“.
Der Regisseur, der bereits die Filme Quarantäne (2008) und Devil (2010) drehte, baut auf wackelige Hand-Kamera, akustisch nervöse Dialoge, und visuelle Effekte, die mehr verhüllen als sie zeigen.
Der Nervenkitzel, den der Film vermittelt, stammt entweder von den Dingen, die tatsächlich passieren könnten (Klaustrophobie, Einstürze und Begegnungen mit den verschiedenen Spinnern, die man bei einer Reise in der Untergrund schon fast erwartungsgemäß trifft) oder direkt aus der Lebensgeschichte der Charaktere (alle haben ungelöste Todesfälle von Freunden oder Familienmitgliedern in ihrer Vergangenheiten). Die Idee dahinter ist, dass eine Reise in die Niederungen der Katakomben eine Analogie zum Abtauchen in das eigene Unterbewusstsein darstellt.

Kritik / Fazit

Für Liebhaber unruhiger Handkameras und schriller Dialoge ist Katakomben sicherlich sehenswert. Der Film ist spannend, ohne wirklich schockierenden Szenen zu zeigen (was auch darauf beruht, das häufig nur ein Ausschnitt gezeigt wird). Etablierten Klassikern wie das „Blair Witch Project“ (1999) oder „Paranormal Activity“ (2007) kann der Film allerdings nicht das Wasser reichen.

FSK 16; Der Film erschien im Dezember 2014 auf DVD, und erhält bei Amazon gemischte Kritiken (Durchschnittswert 3,1 (von maximal 5 Sternen); Stand April 2016). Allerdings ist auffällig das der Film genauso viele 5 Sterne wie 1 Sterne Bewertungen erhält. Das Rating bei IMDB beträgt 6,1/10 Punkten.

Filmmusik

Liste der Soundtracks

Nr. Titel Interpret Dauer
1. Sur La Planche   La Femme 3:27
2. Nuit de Mes Reves   Scratch Massive 3:56
3. Three Fantasies after Friedrich Hölderlin   Capella Amsterdam und Daniel Reuss 3:26
4. My Bonnie Lies Over the Ocean   Volkslied 3:30
5. Hypsoline   La Femme 7:36

Katakomben

Der offizielle Trailer

Eine archäologische Enthusiastin versucht den berühmten „Stein der Weisen“ zu lokalisieren. Die Suche nach dem Stein führen Scarlett und eine Gruppe von Forschern tief in die nicht kartierten Bereiche der klaustrophobischen Katakomben von Paris. Dort begegnen sie weit mehr, als sie erwartet hatten und erleben einen harten Kampf gegen die eigenen Dämonen.

Katakomben

Bedeutung und Herkunft des Begriffs

Der deutsche Titel referenziert auf den Drehort, die Katakomben (von Paris). Der englische Titel in Form des Wortspiels As above, so below ist deutlich tiefsinniger, da insbesondere „above“ auch eine Assoziation zu überirdisch hat, und „below“ zu unterirdisch.

Bedeutung

Katakomben sind von Menschen geschaffene unterirdische Gewölbekomplexe, die der Bestattung von Toten dienen. Katakomben haben geschichtlich ihre Anfänge im römischen Reich, und lagen damals außerhalb der Stadtgrenzen, da es damals illegal (aus hygienischen Gründen) war, Tote innerhalb der Stadtgrenzen zu begraben. Insbesondere die Katakomben von Rom und Paris sind beliebte touristische Attraktionen.

Herkunft

Das Wort bezog sich ursprünglich nur auf die römischen Katakomben, seine Bedeutung umfasst jedoch seit dem 18. Jahrhundert jedes unterirdischen Gewölbe in dem Tote bestattet werden.
Die genaue Etymologie ist nicht sicher. Möglicherweise die Ableitung eines Eigennamens eines „unterirdischen Friedhofs“ oder von italienisch „catacombe“ vermittelt durch Lateinisch „catacumbae“ entlehnt aus dem griechischen „kata kymbas“ mit kata für ‚herab‘ und tymbos für ‚Grab‘.

Zitate

Die besten Zitate aus dem Film Katakomben

Wie oben so unten, wie ich mir die Welt vorstelle so ist sie. [Scarlett]

Der einzige Weg raus, geht nach unten. [La Taupe]

Den Weg weist des Geiers Flügelschlag, mit hellstem Licht am dunkelsten Tag. [Inschrift]

Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren. [Inschrift; Das Zitat stammt ursprünglich aus der Feder des italienischen Dichters Dante Alighieri (Die Göttliche Komödie, Inferno III, 9 (Das Höllentor))]

Filmkritiken

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